Auslieferung der Eurofighter Tranche 2 hat begonnen
Hallbergmoos. Mit der Übergabe der BS040 an die Royal Air Force hat die Auslieferung der zweiten Tranche des Eurofighter Typhoon an die vier Partner-Luftstreitkräfte begonnen. Die Tranche 2 umfasst 251 Flugzeuge für die Luftstreitkräfte Deutschlands, Italiens, Spaniens und des Vereinigten Königreichs plus 72 Maschinen für das Königreich Saudi-Arabien. Deutschland wird 79, Italien 47, Spanien 34 und das Vereinigte Königreich 91 Eurofighter Typhoon in der Tranche 2 erhalten.
Der Eurofighter Typhoon ist das modernste und leistungsfähigste marktverfügbare Mehrzweck-Kampfflugzeug der neuen Generation. Bislang haben sechs Nationen 707 Maschinen geordert (Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien, Österreich und Saudi-Arabien). Das derzeit größte europäische militärische Beschaffungsprogramm sichert mit seiner Hochtechnologie die führende Position der Luftfahrtindustrie Europas im internationalen Wettbewerb sowie etwa 100.000 Arbeitsplätze in rund 400 Unternehmen. Die Eurofighter Jagdflugzeug GmbH leitet das Programm im Auftrag der Eurofighter-Partnerfirmen Alenia Finmeccanica, BAE Systems, EADS CASA und EADS Deutschland GmbH, den größten Unternehmen der europäischen Luftfahrtindustrie mit einem Gesamtumsatz von etwa 60,7 Milliarden Euro (2006).
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47 weitere LMVs für Norwegen
Lillehammer. In Erweiterung des Bestands von 60 Fahrzeugen (Zwei Tranchen: März 2006 und Januar 2008) hat die Norwegische Defence Logistics Organisation (NDLO) mit IVECO Defence Vehicles einen Vertrag zur Lieferung von weiteren 47 Light Multirole Vehicles (LMV) unterzeichnet. Die jetzt bestellten 47 Fahrzeuge werden eine Reihe von Modifikationen aufweisen, mit denen die Schwächen der ersten Tranche, deren 25 Fahrzeuge ohne vorherige Erprobung praktisch direkt aus der Endmontage nach Afghanistan ausgeliefert wurden, beseitigt werden sollen. Dazu wird ein erstes Erprobungsfahrzeug in Kürze an die NDLO ausgeliefert. Sofern sich die hiermit erprobte Konfiguration bewährt, kann mit der Serienfertigung begonnen und die ersten Fahrzeuge Ende 2009 ausgeliefert werden. Auch an den Fahrzeugen der ersten Tranche wurden nach und nach entsprechende Modifikationen bei IVECO in Italien vorgenommen, und die Fahrzeuge haben zwischenzeitlich bei mehreren IED-Anschlägen in Afghanistan entscheidend zum Schutz und Überleben der Fahrzeugbesatzungen beigetragen.
Neben Norwegen ist der LMV bei den Streitkräften von Italien (1.216 Veicolo Tattico Leggero Multiruolo (VTLM) »Lince«, die Beschaffung von weiteren 7.700 ist vorgesehen), Belgien (440 Light Armoured Tactical Vehicles (LATV) mit Option für weitere 180), Spanien (120 Vehículo Ligero Multipropósito »Lince«, Option für weitere 275), Großbritannien (401 Command and Liaison Vehicles (CLV) »Panther« in Lizenzfertigung durch BAE Systems, Option für weitere 400), Kroatien (10 Fahrzeuge) und der Tschechischen Republik (19 Fahrzeuge) eingeführt bzw. zur Einführung vorgesehen. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 850 Fahrzeuge gefertigt.
Die Bundeswehr testete den im Auswahlverfahren »Geschütze Führungs- und Funktionsfahrzeuge« in der Klasse 2 unter der Bezeichnung CARACAL in Kooperation mit Rheinmetall angebotenen LMV, entschied sich allerdings im Dezember 2007, in der ersten Tranche den EAGLE IV von MOWAG zu beschaffen. Seitdem ist der LMV einer Reihe von Kampfwertsteigerungsmaßnahmen, speziell im Bereich der Nutzlast und des Schutzes, unterzogen worden und ist als »LMV-plus« Gegenstand aktueller Vertragsverhandlungen in einer Reihe von Ländern.
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Deutsch-amerikanische Kooperation für geschützte Fahrzeuge
Washington. Europas führendes Systemhaus für geschützte Rad- und Kettenfahrzeuge, Krauss-Maffei Wegmann (KMW), und der führende amerikanische Technologieentwickler, L-3 Communications Corp., haben ihre Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Entwicklung der weltweit ersten skalierbaren Kampffahrzeug-Plattform, F2US, bekannt gegeben. Das Fahrzeug wurde auf der Messe der AUSA (Association of the US Army) in Washington D.C. ausgestellt. Angesichts sich immer schneller ändernder militärischer Bedingungen planen die beiden Partner, gemeinsam eine US-Version (F2US) der neuen F2-Fahrzeugfamilie von KMW zu entwickeln und zu vermarkten, um den zukünftigen Anforderungen der US-Landstreitkräfte an geschützte Kampffahrzeuge zu entsprechen. Eine skalierbare Fahrzeugarchitektur und Systemauslegung des F2US ermöglicht die Herstellung unterschiedlichster Fahrzeugvarianten und Gewichtsklassen von 10 bis 24 Tonnen. Das Basis-F2-Fahrzeug, entwickelt von KMW und angetrieben von zwei unabhängigen Motoren, wird in der US-Version mit hochtechnologischen Subsystemen von L-3 Communications ausgestattet werden.
Die Fahrzeuge der F2US-Gruppe sind sowohl in der Größe skalierbar als auch modular angelegt, um den unterschiedlichen Anforderungen der Mission gerecht zu werden. Zwei unabhängige Antriebsstränge für Vorder- und Hinterachse ermöglichen zwischen den beiden Achsen des Fahrzeugs einen geschlossenen Raum mit größter Einsatzflexibilität.
Die Fahrzeugfamilie F2US bietet dieselben Fähigkeiten für alle Versionen, da die wesentlichen Komponenten und Subsysteme bei allen Typen gleich sind: Angefangen von einer 4x4-Patrol-Version mit drei Besatzungsmitgliedern bis hin zu einer 6x6 PickUp-Version mit Platz für bis zu elf Besatzungsmitgliedern. Dies ermöglicht den einfachen Austausch von Bauteilen und reduziert den logistischen Aufwand der gesamten Fahrzeugfamilie auf ein Minimum. Der Einsatz marktüblicher Komponenten (Commercial of the Shelf) garantiert zudem die schnelle Verfügbarkeit der Bauteile rund um den Globus.
Das F2US-Fahrzeug ist mit der neuesten Technologie zum Schutz der Insassen vor ballistischen, Minen- und IED-Bedrohungen ausgestattet. Darüber hinaus hat die F2-Familie eine sehr niedrige Silhouette und somit eine außerordentlich geringe Infrarot- und Radarsignatur. Die Antriebsleistung erreicht mehr als 20 kW pro Tonne Fahrzeuggewicht. Ein Mobilitätskonzept, abgeleitet von der erwiesenen, verlässlichen und einzigartigen Mobilität des KMW FENNEK Spähfahrzeugs, ermöglicht es dem F2US, mühelos Steigungen von 60 Prozent und Schräglagen von bis zu 30 Prozent bei einer Reichweite von über 1.000 Kilometern zu überwinden. Da die Fahrzeuge zudem luftverladebar sind, können sie schnell und problemlos auch in weit entfernte Einsatzgebiete verlegt werden.
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CAMCOPTER® S-100 auf deutscher Korvette K 130
Überlingen. Der vom österreichischen Unternehmen Schiebel, Weltmarktführer bei unbemannten Helikoptern, und Diehl in Deutschland angebotene CAMCOPTER® S-100 hat in einem umfangreichen Testprogramm der Deutschen Marine wiederholt die Fähigkeit zum sicheren Betrieb auf Booten und Schiffen bei hohem Seegang und rauen Einsatzbedingungen nachgewiesen. Das System für Aufklärungs-, Überwachungs- und Schutzaufgaben absolvierte im Zeitraum August/September 2008 mehr als 130 Starts und Landungen von Bord der Korvetten K 130 MAGDEBURG und BRAUNSCHWEIG bei Windgeschwindigkeiten von mehr als 40 Knoten und Rollwinkeln des Flugdecks über +/8°. Im Rahmen eines seit 2005 bestehenden Kooperationsvertrags unterstützt das Unternehmen Diehl BGT Defence die Einführung des CAMCOPTERS® S-100 in die deutschen Streitkräfte. Die Arbeitsanteile von Diehl BGT Defence liegen im Bereich Schiffsintegration, Ausrüstung mit elektro-optischer Infrarot-Sensorik sowie der kompletten Logistik, Ersatzteilversorgung und Wartung.
Der CAMCOPTER® S-100 ist seit 2006 in mehreren Ländern im Einsatz und wurde u.a. von spanischen Marinekräften auf See erfolgreich getestet. Im Vergleich zu Konkurrenzprodukten bietet er den Nutzern auf See ein erprobtes und zuverlässiges System unter den dort vorherrschenden rauen Einsatzbedingungen. Mit einem maximalen Abfluggewicht von 200 kg, einer möglichen Nutzlast von 50 kg und einer Flugdauer von über sechs Stunden erzielt der CAMCOPTER® S-100 eine Reichweite bis zu 180 km. Das unbemannte Luftfahrzeugsystem übernimmt Aufklärungs-, Überwachungs- und Schutzaufgaben für Streitkräfte sowohl auf See und im Küstengebiet als auch im Hinterland. Die erfolgreichen Tests bilden einen wichtigen Schritt zur möglichen Nutzung des CAMCOPTER® S-100 durch die Deutsche Marine.
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Koblenz. Am 29. September wurde der Präsident des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB), Detlev Petry, in Koblenz durch den Bundesminister der Verteidigung, Dr. Franz Josef Jung, in den Ruhestand verabschiedet. Petry war fast elf Jahre Präsident des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung. An der Feierstunde nahmen geladene Gäste aus Parlament, Kommunen und der Region teil sowie aus dem Bereich des Militärs und der Rüstungsindustrie. Der Verteidigungsminister dankte Petry in seiner Rede für die der Bundesrepublik Deutschland und der Bundeswehr geleisteten Dienste. Er würdigte Petry als gestandenen Manager und energischen Mann der Tat, der gleichwohl kooperativ und kommunikativ die Dinge anpackt. Mit seiner Erfahrung, Kreativität und ständigem Interesse für Neues hat er dem BWB seinen Stempel aufgedrückt. Ebenfalls betonte Jung, dass sich die Aufgabenwahrnehmung durch das BWB als Bewerter und Beschaffer von Rüstungsgütern und Dienstleistungen unmittelbar auf die Auftragserfüllung unserer Soldatinnen und Soldaten auswirkt. Somit leistet das BWB einen entscheidenden Beitrag, damit die Bundeswehr die sicherheitspolitischen Verpflichtungen Deutschlands als NATO- und EU-Partner erfüllen kann.
Am 1. Oktober 2008 hat Harald Stein das Amt des Präsidenten des BWB übernommen. Präsident Harald Stein wurde am 18. Oktober 1952 in Elgert/Westerwald geboren. Nach dem Abitur 1971 trat er für zwei Jahre als Soldat auf Zeit in die Bundeswehr ein. Im Anschluss daran studierte er Elektrotechnik/Nachrichtentechnik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen. Er trat im April 1980 in die Bundeswehrverwaltung ein und legte die große Staatsprüfung im Mai 1982 ab. Anschließend war er zunächst im BWB als Referent in der ehemaligen Abteilung FE tätig. 1989 führte ihn sein weiterer beruflicher Werdegang ins BMVg. Hier war er als Referent in unterschiedlichen Bereichen der Rüstungsabteilung sowie im Sekretariat der Leitung tätig. Ab 1996 leitete Harald Stein das Büro von Staatssekretär Simon, ab 1998 das Büro von Staatssekretär Dr. Stützle. Im Juli 2000 wurde er mit der Aufgabe des Geschäftsführenden Beamten der Hauptabteilung Rüstung betraut, die er bis zum 31. Juli 2004 ausübte. Unmittelbar im Anschluss daran erfolgte die Ernennung zum Vizepräsidenten beim BWB.
Ebenfalls am 1. Oktober 2008 hat Reinhard Schütte das Amt des Vizepräsidenten beim BWB übernommen. Er trat 1975 in die Bundeswehrverwaltung ein. Die Große Staatsprüfung legte er 1977 ab. Seine erste Verwendung führte ihn als Dezernent und Instandsetzungsbeauftragten für große Kampfschiffe in das Marinearsenal nach Wilhelmshaven. Nach einer Verwendung als Austauschingenieur in den USA wurde er 1983 Referent in der damaligen Abteilung SG. 1987 wechselte er als Referent in das BMVg und durchlief dort unterschiedliche Verwendungen. Von 1994 bis 1995 erfolgte ein kurzer Wechsel zurück ins BWB, um das damalige Referat SG III 2 zu leiten. Zwischen 1995 und 2000 war Reinhard Schütte im BMVg als Referatsleiter Org 3/Interne Revision sowie als Referatsleiter Rü I 1 tätig. Am 1. Oktober 2000 wurde er zum Leiter des Organisationsstabs BMVg ernannt.
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Tognum langfristiger Partner der U.S. Army
Friedrichshafen/Detroit. Die US-amerikanische Tognum-Tochtergesellschaft MTU Detroit Diesel liefert für die Detroit-Diesel-2-Takt-Motoren in den Fahrzeugen der U.S. Army alle Ersatzteile. MTU Detroit Diesel und das US-Verteidigungsministerium haben einen Vertrag zur Lieferung von Ersatzteilen geschlossen, der bereits seit September 2008 läuft und Verlängerungsoptionen bis zum Jahr 2013 beinhaltet. Der Vertragsabschluss wird von MTU Detroit Diesel in Washington bekannt gegeben. Damit setzt die Tognum-Tochtergesellschaft ihre langjährige Zusammenarbeit mit der U.S. Army fort. Erfahrungsgemäß ordern die US-Streitkräfte pro Jahr Ersatzteile im Wert von etwa 10 Mio. US-Dollar für diese Motoren.
MTU Detroit Diesel und ihre Vorgängergesellschaften beliefern die Armee seit Jahrzehnten mit Dieselmotoren. Des Weiteren geht eine große Zahl dieser Motoren auch an Marine, Küstenwache und Marineinfanterie der USA sowie an Streitkräfte verbündeter Länder. Etwa drei Millionen 2-Takt-Dieselmotoren dieser Bauart wurden seit dem Jahr 1938 hergestellt. Schätzungsweise zehn Prozent davon wurden an die U.S. Army geliefert, die an diesen Motoren bis zum Jahr 2050 festhalten will.
Das Unternehmen will auch künftig führender Lieferant der US-Armee sein. Tognum entwickelt unter anderem einen Motor für Fahrzeuge des Militärprojekts Future Combat Systems. Der dieselelektrische Antrieb basiert auf der MTU-Baureihe 890, einem speziell für Militärfahrzeuge ausgelegten 4-Takt-Dieselmotor mit besonders hoher Leistungsdichte. Die ersten Pilotmotoren sind bereits in Demonstrationsfahrzeugen in Betrieb.
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Marietta, GA. Mit dem Emirat Katar hat Lockheed Martin einen Vertrag über 393.6 Mio. US-Dollar für die Lieferung von vier C-1 30J SUPER HERCULES Transportflugzeugen unterzeichnet. Der Auslieferungsbeginn der Flugzeuge ist für 2011 vorgesehen. Die neuen C-1 30J für Katar werden in der »gestreckten« Konfiguration mit verlängerter Zelle geliefert.
Da es sich bei diesem Auftrag mit Katar um einen Neukunden für die C-130 handelt, umfasst die Vereinbarung neben der Lieferung der vier Flugzeuge auch die Ausbildung der Besatzungen und des Wartungspersonals, die Bereitstellung von Ersatzteilen, Wartungs- und Testgerät am Boden, Gabelstapler, Beladungsfahrzeuge, Paletten für die Beladung sowie ein in Katar ansässiges Techni kerteam während einer ersten Unterstützungsphase. Neben Katar zählen Australien, Kanada, Dänemark, Großbritannien, Indien, Italien, Norwegen und die Vereinigten Staaten zu den C-130J-Nutzern.
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Schießkampagne TIGER HAD mit Lenkwaffe Spike
Marignane. Im Zuge der Entwicklungsarbeiten für die TIGER-Version HAD (Hélicoptère Appui Destruction Unterstützungs- und Kampfhubschrauber) hat Eurocopter eine Testschießkampagne mit der Luft-Boden-Lenkwaffe Spike durchgeführt. Die Probeschüsse fanden auf dem Testgelände des spanischen Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik (INTA) in El Arenosillo statt. Mit einem Auftrag für 24 Stück ist Spanien eines von bislang zwei Abnehmerländern des Kampfhubschraubers TIGER in der Version HAD. Frankreich hat 40 Maschinen in dieser Version bestellt. Die spanischen Hubschrauber werden für Luft-Boden-Einsätze mit dem faseroptisch gelenkten Flugkörper Spike des israelischen Anbieters Rafael konfiguriert.
Bei fünf der sieben Testschüsse in der Kampagne von El Arenosillo wurden Lenkwaffen ohne Hauptantrieb ausgeklinkt, da die Tests allein dem Zweck dienten, das Integrationskonzept und die Trennung des Flugkörpers vom feuernden Hubschrauber im Schwebe- und Vorwärtsflug zu validieren. Bei den zwei übrigen Schüssen, die auf Ziele in 6 bis 8 Kilometern Entfernung abgegeben wurden, waren die infrarotgelenkten Flugkörper mit Hauptantrieben ausgestattet.
Dabei fand der erste Test im LOBL-Modus (Lock On Before Launch Zielerfassung vor dem Start) statt, der zweite im LOAL-Modus (Lock On After Launch Zielerfassung nach dem Start). Sechs der sieben Schüsse wurden von einer Eurocopter-Crew abgegeben, beim siebten (im LOBL-Modus) bestand die Besatzung aus einem Piloten von Eurocopter auf dem Vordersitz und einem spanischen Offizier als Kommandant und verantwortlicher Bordschütze auf dem erhöhten Rücksitz. Alle Abschüsse verliefen erfolgreich.
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Harbour Protection Trials der NATO
Bremen/Eckernförde. Die Harbour Protection Trials der NATO sind für ATLAS ELEKTRONIK überaus erfolgreich verlaufen. ATLAS hat sich an der Veranstaltung in Eckernförde mit zwei unbemannten Unterwasserfahrzeugen vom Typ »SeaOtter Mk II« und »SeaWolf« beteiligt, die ihre Testläufe vor den Augen eines kritischen Auswerte-Teams sehr erfolgreich und fehlerfrei absolviert haben. Der »SeaOtter Mk II« ist ein 3,55 Meter langes, autonom agierendes unbemanntes Unterwasserfahrzeug, das zur Überwachung, Aufklärung oder Minenjagd eingesetzt werden kann. Der »SeaOtter Mk II« wird vor dem Einsatz entsprechend programmiert und fährt dann autonom die vorgegebene Mission ab. Aufgebaut als modulares System ist der »SeaOtter Mk II« in der Lage, eine Vielzahl unterschiedlicher Sensor-Pakete aufzunehmen. Im Rahmen der NATO-Veranstaltung hat das Fahrzeug jetzt mehrstündige Einsätze erfolgreich erledigt. Die Navigationsgenauigkeit nach Ende der Missionen lag zwischen 1,3 und 3,6 Metern. Ein weiteres Fahrzeug, der »SeaWolf«, ursprünglich als ferngesteuertes, unbemanntes Unterwasserfahrzeug gegen eingesunkene Minen entwickelt, wurde von ATLAS zu einem vollwertigen und leistungsstarken autonomen Fahrzeug weiterentwickelt. Er eignet sich besonders für die Überwachung und Inspektion enger Räume wie z.B. Häfen. Mit seiner Möglichkeit, auch zu »hovern«, also im Wasser still zu stehen, ist er in der Lage, besonders kritische Bereiche sehr detailliert zu inspizieren. Der »Sea-Wolf« hat eine hochgenaue Navigation, wird vor dem Einsatz entsprechend programmiert und fährt dann autonom diesen vorgegebenen Weg ab. In Eckernförde hat auch der »Seawolf« die geplanten zwei Missionen erfolgreich durchlaufen und seine Leistungsfähigkeit bewiesen.
Äußerst erfolgreich war auch die Beteiligung der ATLAS an einem Technologiedemonstrator zur Bekämpfung asymmetrischer Gefahren. ATLAS stellt für das LEXXWAR genannte System eine Konsole mit spezieller Software zur Lagebilddarstellung zur Verfügung, die dem Führungs- und Waffeneinsatzsystem auf der neuen Fregatte F125 für die Deutsche Marine ähnelt. LEXXWAR konnte im Rahmen der Präsentationen auch mit Daten arbeiten, die vom »SeaWolf« über ein Lichtwellenleiterkabel übertragen wurden.
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Airbus-Werk Laupheim jetzt »Diehl Aircabin GmbH«
Laupheim. Nach Erfüllung der letzten noch ausstehenden Voraussetzungen hat der Übergang des Eigentums am Airbus-Werk Lau pheim auf Diehl und Thales planmäßig zum 1. Oktober 2008 stattgefunden. Das Werk firmiert ab diesem Zeitpunkt als »Diehl Aircabin GmbH«, an der Diehl mit 51 % und Thales mit 49 % beteiligt sind. Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Akquisition ist für Diehl und Thales die Voraussetzung geschaffen, für die großen Flugzeughersteller Partner für die Kabinenintegration zu werden ein Geschäftsfeld, das komplementär zu den übrigen Luftfahrtaktivitäten von Diehl und Thales ist. Diehl und Thales arbeiten nun seit mehr als 25 Jahren im Luftfahrtgeschäft erfolgreich zusammen.
Die Verknüpfung der vorhandenen Elektronikfähigkeiten mit dem jetzt erworbenen Know-how in der Kabinenausrüstung erlaubt das Angebot von komplett mit Elektronik ausgestatteten Kabinenmodulen. Diehl und Thales schaffen sich mit dieser Integration auf dem Markt ein bedeutendes Alleinstellungsmerkmal. Das Werk Laupheim wird als Center of Competence für die Flugzeugkabine in erheblichem Maße von dem neu entstandenen Verbund mit der Schwesterfirma Diehl Aerospace profitieren, die ihrerseits ein führender Anbieter von Avionik- und Kabinensystemen ist. An dieser Gesellschaft sind Diehl und Thales ebenfalls im Verhältnis 51:49 beteiligt.
Aus der Sicht der Diehl-Gruppe ist die Verstärkung ihres Teil konzerns Aerosystems durch die Erweiterung des Geschäftsfelds Kabinenausstattung Teil einer Wachstumsstrategie, die auch in den anderen Teilkonzernen (Metall, Controls, Defence und Metering) ihre jeweils spezifischen Schwerpunkte hat. Für Thales ist das Joint Venture im Bereich der Kabine ein weiterer Schritt zur Anreicherung und Absicherung des internationalen Luftfahrtgeschäfts, der zudem Synergien mit den bei Thales vorhandenen Elektronikfähigkeiten erbringen wird.
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Bergepanzer WISENT von FFG
Flensburg. Mit dem Bergepanzer WISENT hat die FFG Flensburger Fahrzeugbau GmbH ein Unterstützungsfahrzeug entwickelt, das den Anforderungen des geänderten Aufgabenspektrums der Landstreitkräfte gerecht wird und mit dem die Kampfpanzer LEOPARD 1 und LEOPARD 2 angemessen versorgt werden können. Als Basisfahrzeug dient der in zahlreichen Nationen eingeführte Bergepanzer 2. Der WISENT zeichnet sich jedoch durch eine Reihe von Innovationen und Modifikationen aus. Im Bereich des Fahrwerks wurden zahlreiche Verbesserungen vorgenommen. Die Hydraulikanlage einschließlich des Pumpenantriebs wurde komplett neu entwickelt. Die ebenfalls neu konzipierte Krananlage ist ausgelegt für Lasten von über 30 Tonnen. Auch die Hauptwinde wurde komplett modernisiert und parallel eine Hilfswinde installiert. Darüber hinaus wurde der ballistische Schutz gegen Beschuss und Minen deutlich erhöht. Die neuartigen, von innen verstellbaren hydraulischen Gasstoßdämpfer sorgen dafür, dass der WISENT auch im schweren Gelände dem Kampfpanzer LEOPARD 2 problemlos folgen kann. Mit aufgelastetem LEOPARD 2 Triebwerk hat der WISENT ein Gesamtgewicht von ca. 54 Tonnen, die er mit 1.000 PS auf über 65 km/h beschleunigt. Mit der mittig installierten Hauptwinde, der Hilfswinde auf dem Fahrzeugbug, einer Hubwinde, dem Drehkran mit Schwenkwerk und dem Räumschild stehen fünf spezialisierte Bergeeinrichtungen zur Verfügung. Alle hydraulischen Teile werden über drei Verstellpumpen angetrieben.
Die Zugkraft der Hauptwinde liegt bei 35 Tonnen auf allen Seillagen, die Seillänge beträgt 90 m. Die Hubwinde ist auf der rechten Seite des Fahrzeugs angebracht. Der zugehörige neu konzipierte Kranausleger hat eine Kapazität von mehr als 30 t und ist um 300 Grad drehbar gelagert. Das große Räumschild ist vielseitig einsetzbar: als Stütze beim Anheben großer Lasten, als Anker beim Arbeiten mit der Hauptwinde und als Arbeitsgerät zum Räumen, Planieren oder Schürfen. Die neue Hilfswinde dient z.B. zum Transport des Hauptwindenseils oder beim Bergen von Kleinfahrzeugen. Mittels Umlenkrollen und vier voneinander unabhängigen Kameras ist das sichere Bergen von Fahrzeugen auch unter Panzerschutz möglich.
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Amerikanische Analysten erwarten Einsparungen bei Rüstungsvorhaben
Washington/Boston. Angesichts der Tatsache, dass der Rettungsplan der amerikanischen Regierung für den Finanzsektor annähernd eine Billion Dollar umfasst, halten es Analysten für praktisch unmöglich, dass sich die Budgetsteigerungen der letzten acht Jahre im Rüstungsbereich weiterhin fortsetzen. Dies berichteten mehrere im Osten der USA herausgegebene renommierte Tageszeitungen Mitte Oktober. Der gestiegene Finanzbedarf des Pentagon für Leistungen außerhalb des Rüstungsbereichs, die von beiden Präsidentschaftskandidaten formulierte Forderung nach einer Reform der Vergaberichtlinien für Verteidigungsaufträge sowie die Unsicherheit darüber, wie massiv die Regierungsausgaben zur Unterstützung des Finanzsystems den Verteidigungshaushalt bei weitem der größte Einzelhaushalt der U.S.-Regierung beeinflussen werden, nährt Spekulationen darüber, dass die amerikanische Verteidigungsindustrie in den kommenden Jahren den Gürtel enger schnallen muss. Nach einer Serie von verspäteten oder auch gänzlich verpfuschten Vergabeversuchen, einschließlich des hinlänglich diskutierten 35 Mrd. Dollar Tanker-Auftrags an Boeing oder Northrop Grumman, sprachen sich beide Präsidentschaftskandidaten für eine stärkere Kontrolle und Novellierung der Vergaberichtlinien aus. Daneben erwartet den neuen Präsidenten ein gestiegener volkswirtschaftlicher Bedarf. Außerdem wird beim Militär die Gesundheitsversorgung neben erhöhten Personalkosten einen größeren Anteil als bisher einnehmen und damit den investiven Part beeinflussen.
Unter der Bush-Regierung waren die Verteidigungsausgaben erheblich angestiegen. Einschließlich der Aufwendungen für die Kriege in Afghanistan und im Irak sind für das Jahr 2009 Ausgaben in Höhe von 612 Mrd. Dollar vorgesehen, was einer 40%-igen Steigerug während der Amtszeit von Präsident Bush entspricht. Eine kürzlich durchgeführte Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass bis zur Jahresmitte 2008 das Heer mit 33 Mrd. den größten Anteil an den Rüstungsausgaben hatte. Das durchschnittliche Auftragsvolumen lag bei 470.000, Dollar. Den zweiten Platz belegt die Marine mit 25,2 Mrd., durchschnittlich 331.000, pro Auftrag. Für die Luftwaffe wurden 16 Mrd. (durchschnittlich 416.000,-Dollar pro Auftrag) aufgewendet. Industrie seitig partizipierte Boeing mit 9 Mrd. Dollar an diesen Aufträgen, Lockheed Martin mit 7,4 Mrd. und Northrop Grumman mit 5,4 Mrd. Etwas überraschend ist der hohe Anteil, den sich Sikorsky mit 3,1 Mrd. sichern konnte, als Folge der Hubschrauberprogramme der U.S. Navy. Daneben ist Sikorsky im Wettbewerb zu Boeing und Lockheed Martin einer der Anbieter im Rahmen des CSAR-X Hubschrauberprogramms der Air Force (Combat Search & Rescue) mit einem Volumen von 15 Mrd. Dollar.
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Bessere Einsatzvorbereitung mit Simulationsverbund
Berlin. Einen teilstreitkraftübergreifenden Simulationsverbund zur besseren Vorbereitung von Bundeswehreinsätzen hat der Vorsitzende der Geschäftsführung der ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH und Vorsitzende des Fachverbands Wehrtechnik im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), Gerhard Schempp, angeregt. Auf einer Veranstaltung der Parlamentsgruppe Luft- und Raumfahrt in Berlin stellte er ein solches Konzept vor. »Gute Planung und Vorbereitung ist Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz und für mehr Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten sowie der Zivilbevölkerung«, sagte Schempp. Schon heute würden dazu oft Simulationstechnologien eingesetzt. »Simulation ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil von Ausbildung und Training auf allen Waffensystemen von Heer, Luftwaffe und Marine.«
Ein entscheidender Schritt, so Schempp, stehe aber noch an: Die Vernetzung dieser Systeme mit dem Ziel, Übungen mit allen Teilstreitkräften gemeinsam durchzuführen und im Rahmen realistischer Szenarien den Aspekt der Multinationalität stärker zu betonen. »Die Technologien dazu sind vorhanden und werden ständig weiterentwickelt.«Die Vorteile eines solchen künftigen Simulationsverbunds liegen auf der Hand: Er ermöglicht realistische einsatzbezogene Übungsszenarien im Sinne eines »joint und combined«-Ansatzes und bietet die Möglichkeit, alle Ausbildungsphasen in einem Gesamtkonzept einschließlich der Planung, Führung, logistischen Unterstützung, Kommunikation und Technik durchzuführen. Auch der in der NATO in einem Halbjahresrhythmus durchzuführende Zertifizierungsprozess für die NATO Response Force, die »schnelle Eingreiftruppe der NATO«, kann in einen Simulationsverbund integriert werden. »Auch hier wird der Aufwand erheblich reduziert werden, ohne die Ausbildungsqualität zu beeinträchtigen.« »Das Konzept eines teilstreitkraftübergreifenden Simulationsverbunds bietet eine große Chance für bessere Aus- und Weiterbildung und damit mehr Sicherheit im Einsatz. Die Wehrtechnische Industrie steht als verlässlicher Partner der Bundeswehr bereit«, sagte Schempp.
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